Statische oder dynamische Website: was brauchst du?
Statische Website, dynamische Website: den Unterschied verständlich erklärt, mit klarer Entscheidungshilfe, welche Technik zu deinem Betrieb passt.
Statische Website, dynamische Website: den Unterschied verständlich erklärt, mit klarer Entscheidungshilfe, welche Technik zu deinem Betrieb passt.
Irgendwann im Gespräch über eine neue Website fällt der Satz: „Soll die statisch oder dynamisch werden?” Danach schaut der Kunde meistens ratlos. Verständlich, denn beide Wörter bedeuten im Alltag etwas anderes als in der Technik. Den Unterschied zwischen einer statischen und einer dynamischen Website hast du in zwei Minuten verstanden. Und dann weißt du auch, was dein Betrieb wirklich braucht.
Fangen wir mit dem Missverständnis an. Statisch klingt nach starr, altbacken, unbeweglich. Gemeint ist etwas völlig anderes: Die Seite ist fertig, bevor sie jemand aufruft. Vorgebaut, sozusagen. Mit Animationen, Videos oder modernem Design hat das Wort überhaupt nichts zu tun.
Stell dir eine gedruckte Speisekarte vor. Sie liegt auf dem Tisch, jeder Gast bekommt sie sofort, alle sehen dasselbe. So funktioniert eine vorgebaute Website.
Eine dynamische Website ist eher die Küche dahinter. Ruft jemand die Seite auf, fragt ein Server eine Datenbank ab, setzt die Seite in dem Moment frisch zusammen und schickt sie raus. Das kostet ein bisschen Zeit. Dafür kann jeder Besucher etwas anderes zu sehen bekommen.
Nicht am Design. Sondern an vier Dingen, die dich als Betrieb betreffen:
Es gibt klare Fälle, in denen an Datenbank und Server kein Weg vorbeiführt:
Trifft eines davon auf dich zu, ist die Entscheidung schon gefallen.
Bei den meisten Firmenseiten. Und damit sind wirklich die meisten gemeint.
Eine typische Website für einen Malerbetrieb, eine Praxis, eine Kanzlei oder ein Restaurant zeigt Leistungen, Referenzen, ein paar Worte zum Team, Anfahrt und Kontakt. Vielleicht noch einen Blog. Diese Inhalte ändern sich ein paar Mal im Jahr, nicht ständig. Für so eine Seite eine komplette Datenbank samt Server mitzuschleppen, ist ungefähr so sinnvoll wie ein Lkw für den Wocheneinkauf.
Genau hier hakt die alte Einteilung, und deswegen taugt sie heute nur noch als grobe Richtung.
Eine vorgebaute Seite ist nicht funktionslos. Kontaktformulare laufen über einen Dienst im Hintergrund. Ein Buchungstool wird eingebunden, siehe Online-Terminbuchung. Karten, Bewertungen oder ein Instagram-Feed werden im Browser nachgeladen. Für deine Besucher fühlt sich das an wie jede andere moderne Website, weil es genau das ist.
Der Unterschied liegt also nicht mehr darin, was die Seite kann. Sondern nur noch darin, wann sie gebaut wird.
Die meisten kleinen Firmenseiten, die heute neu entstehen, werden in einem Baukasten zusammengeklickt. Deshalb lohnt der Blick, wo die eigentlich einzuordnen sind. Antwort: in keiner der beiden Schubladen so richtig.
Nach außen wirkt es wie eine fertige Seite. Darunter hängt aber die komplette Maschinerie des Anbieters, und jeder Besucher lädt einen Haufen Code mit, von dem deine Seite nur einen kleinen Teil überhaupt braucht. Du handelst dir damit die Schwerfälligkeit eines dynamischen Systems ein, ohne den Grund dafür zu haben. Der Kalender oder die Bildergalerie, die du nie benutzt, werden trotzdem mitgeschleppt.
Dazu kommt die Rechnung, die nie aufhört. Die monatliche Gebühr läuft, solange die Seite steht, und deine Inhalte liegen im System des Anbieters. Willst du später weg, wird der Umzug zäh. Wir haben Baukästen in Eigene Website oder Baukasten? im Detail verglichen.
Wenn du unsicher bist, beantworte diese drei:
Lautet die Antwort ja, nein, nein, brauchst du keine dynamische Website. Bei einem Nein auf die erste oder einem Ja auf eine der beiden anderen lohnt sich das Gespräch über die Technik.
Statisch heißt nicht starr, es heißt vorgebaut. Und vorgebaut ist für die allermeisten kleinen Unternehmen der schnellere, ruhigere und auf Dauer günstigere Weg. Dynamik dazuschalten kann man später fast immer, wenn ein Shop oder ein Kundenbereich tatsächlich kommt.
Wichtiger als das Etikett ist ohnehin die Frage dahinter: Was soll deine Website für dich erledigen? Aus der Antwort ergibt sich die Technik von selbst, nicht umgekehrt. Was das Ganze kostet, haben wir in Was kostet eine Website? aufgeschlüsselt.
Du weißt nicht, in welche Schublade dein Vorhaben gehört? Schreib uns kurz, was du vorhast. Wir sagen dir unverbindlich, was wir für dich empfehlen würden, auch wenn die Antwort mal „dafür brauchst du weniger, als du denkst” lautet.
Ja. Es kommt darauf an, was dazu eingerichtet wurde. Üblich sind ein einfacher Redaktionsbereich für Texte und Bilder oder Änderungen über die laufende Betreuung. Ohne so eine Lösung brauchst du für jede Anpassung jemanden mit Zugriff auf die Dateien.
Im Kern ja, denn WordPress baut jede Seite bei Aufruf aus einer Datenbank zusammen. Mit einem guten Caching liefert es fertige Seiten aus und verhält sich nach außen ähnlich schnell wie eine vorgebaute Seite.
Nein. Google interessiert sich für Inhalt, Struktur und Ladezeit, nicht dafür, wie die Seite entstanden ist. Weil vorgebaute Seiten meist schneller ausliefern, ist der Effekt eher andersherum.
Sauber einsortieren lässt sich das nicht. Der Anbieter liefert die Seite fertig aus, packt aber sein komplettes System mit dazu, das jeder Besucher mitladen muss. Für dich zählt ohnehin weniger die Schublade als das Ergebnis: Tempo, laufende Gebühren und wie leicht du später wieder wegkommst.
Ja. Der Versand läuft dann über einen Dienst im Hintergrund statt über die eigene Seite. Für Besucher sieht und fühlt sich das genauso an wie ein normales Formular.
Wir beraten dich ehrlich und unverbindlich. Bei Bedarf setzen wir es direkt um.