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· Wolfgang Linder WartungWebdesign

Kann ich meine Website selbst pflegen? Die Wege im Vergleich

Website selbst pflegen oder pflegen lassen? Baukasten-Editor, WordPress, Redaktionsbereich und Betreuung im Vergleich, mit den Haken, die keiner erwähnt.

Inhalt dieses Artikels
  1. 1. Was heißt „pflegen” überhaupt?
  2. 2. Vier Wege, deine Inhalte zu ändern
  3. 3. Und was passt jetzt zu dir?
  4. 4. Der Haken, über den fast alle stolpern
  5. 5. Worauf es hinausläuft

Freitagnachmittag, du willst nur die Öffnungszeiten für die Feiertage anpassen. Zwei Zahlen, fünf Minuten Arbeit. Ob das wirklich fünf Minuten sind oder ein verlorener Abend, hängt davon ab, wie deine Seite gebaut wurde. Wenn du deine Website selbst pflegen willst, solltest du diese Entscheidung schon vorher treffen und nicht erst, wenn es eilig ist.

Was heißt „pflegen” überhaupt?

Hier werden zwei völlig verschiedene Dinge in einen Topf geworfen, und daraus entstehen die meisten Missverständnisse.

Das eine sind Inhalte: Texte ändern, ein Bild tauschen, einen Blogbeitrag schreiben, neue Preise eintragen. Das kann jeder lernen, dafür braucht es kein Technikwissen.

Das andere ist Technik: Updates einspielen, Backups prüfen, Sicherheitslücken schließen, defekte Links finden, Ladezeit im Auge behalten. Das ist Wartung, und die läuft im Hintergrund, ob du daran denkst oder nicht. Warum sie sich nicht aufschieben lässt, steht in Website-Pflege: Warum deine Seite Betreuung braucht.

Wenn jemand sagt „die Seite kannst du selbst pflegen”, ist fast immer nur der erste Teil gemeint. Der zweite bleibt trotzdem liegen.

Vier Wege, deine Inhalte zu ändern

1. Der Baukasten-Editor

Bei Wix, Jimdo oder Squarespace ziehst du Blöcke direkt auf der Seite hin und her. Das ist der bequemste Einstieg, keine Frage. Die Kehrseite: Du kannst dir das Layout auch zerlegen, und weil dieselben Bausteine für alles herhalten müssen, wird die Seite mit jedem Element schwerer. Jeder Besucher lädt das mit. Dazu läuft die Monatsgebühr weiter, solange die Seite existiert. Wir haben das in Eigene Website oder Baukasten? durchgespielt.

2. Ein klassisches CMS wie WordPress

Du meldest dich an und bearbeitest Seiten in einem Backend. Sehr verbreitet, sehr viele Anleitungen im Netz, für Blogs stark. Der Preis dafür: Das System und seine Erweiterungen brauchen regelmäßige Updates, und Updates gehen manchmal schief. Wer sein WordPress selbst betreut, übernimmt damit auch die Verantwortung dafür, dass nach dem nächsten Update noch alles steht.

3. Ein schlanker Redaktionsbereich

Der Mittelweg, den viele nicht kennen. Die Website selbst bleibt vorgebaut und damit schnell, siehe Statische oder dynamische Website. Getrennt davon gibt es eine kleine Oberfläche, in der du Texte, Bilder und Beiträge pflegst. Speicherst du, wird die Seite neu erzeugt und ist ein, zwei Minuten später online.

Du bekommst also die Bequemlichkeit eines Backends, ohne die schwere Technik dauerhaft mitzuschleppen. Eingerichtet werden muss so ein Bereich einmal, das ist der einzige Haken.

4. Änderungen über deine Betreuung

Du schreibst kurz, was geändert werden soll, und jemand macht es. Klingt altmodisch, ist aber für viele Betriebe das Vernünftigste. Bei zwei oder drei Änderungen im Jahr lohnt sich kein eigenes Werkzeug. Bis es das nächste Mal gebraucht wird, ist der Ablauf erfahrungsgemäß längst wieder aus dem Kopf, und das geht fast allen so.

Eine Frage solltest du dabei früh stellen: Was genau deckt die Monatsgebühr ab? Bei uns stecken die laufende Pflege und die üblichen kleinen Änderungen darin. Ob dein Anbieter das genauso handhabt oder jede geänderte Zeile einzeln abrechnet, klärst du besser vorher als hinterher.

Und was passt jetzt zu dir?

Frag dich nicht, was du theoretisch könntest, sondern was du tatsächlich tun wirst.

Wenn du regelmäßig schreibst, etwa einen Blog oder wechselnde Angebote, brauchst du einen eigenen Zugang. Alles andere nervt dich nach dem zweiten Beitrag. Änderst du dagegen im Jahr eine Handvoll Zeilen, ist ein Redaktionssystem eher Ballast. Dann reicht der kurze Anruf.

Ein Muster, das wir immer wieder sehen: Der Zugang wird eingerichtet, einmal ausprobiert, danach ruht er. Ein Jahr später ist das Passwort verschollen. Deshalb fragen wir vorher, wer die Inhalte pflegen wird und wie oft. Aus der Antwort ergibt sich der Weg fast von allein.

Der Haken, über den fast alle stolpern

Selbst pflegen klingt nach Unabhängigkeit und nach gespartem Geld. In der Praxis passieren zwei Dinge.

Erstens kostet es Zeit, die du im Betrieb dringender brauchst. Zweitens wird der Text, den du selbst schnell reinschreibst, oft ein anderer als der, den ein Texter geschrieben hätte. Beides ist verkraftbar, wenn du es weißt. Unangenehm wird es nur, wenn niemand darüber geredet hat.

Und die Technik bleibt in jedem Fall. Egal für welchen der vier Wege du dich entscheidest, Updates, Backups und Sicherheit hängen nicht am Redaktionszugang. Die musst du entweder selbst übernehmen oder abgeben.

Worauf es hinausläuft

Die Frage ist nicht, ob du deine Website selbst pflegen kannst. Kannst du, bei jedem der vier Wege. Die bessere Frage ist, ob du es willst und wie oft.

Wir richten den Zugang gern ein, wenn du wirklich selbst schreiben möchtest. Genauso gut übernehmen wir die Änderungen komplett, dann steht deine Seite eben nie zwei Monate mit falschen Öffnungszeiten da. Was in der laufenden Betreuung steckt, siehst du bei den Leistungen.

Unsicher, was in deinem Fall sinnvoll ist? Melde dich kurz, wir schauen uns an, wie oft sich bei dir wirklich etwas ändert, und empfehlen dir danach den passenden Weg.

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