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· Wolfgang Linder KostenTechnik

Laufende Kosten einer Website: was nach dem Launch bleibt

Die laufenden Kosten einer Website übersehen viele beim Angebot. Welche Posten monatlich weiterlaufen, wo die Technik durchschlägt und wie du fair vergleichst.

Inhalt dieses Artikels
  1. 1. Was läuft nach dem Launch eigentlich weiter?
  2. 2. Die Rechnung, die kaum jemand macht
  3. 3. Wo die Technikentscheidung auf den Preis durchschlägt
  4. 4. Vorsicht bei „monatlich, alles inklusive”
  5. 5. Die Posten, die auf keiner Rechnung stehen
  6. 6. So vergleichst du zwei Angebote fair

Beim Vergleich zweier Angebote schauen fast alle zuerst auf die große Zahl am Anfang. Verständlich. Nur ist die einmalige Summe über die Jahre gerechnet oft der kleinere Posten. Die laufenden Kosten einer Website entscheiden am Ende darüber, ob deine Seite ein solides Werkzeug war oder ein Abo, aus dem du schwer wieder rauskommst.

Was läuft nach dem Launch eigentlich weiter?

Auch wenn die Seite fertig ist, tickt im Hintergrund weiter:

  • Domain. Der überschaubarste Posten, ein kleiner Jahresbetrag.
  • Hosting. Der Platz, auf dem deine Seite liegt. Preis richtet sich stark danach, wie viel Technik mitlaufen muss.
  • Lizenzen und Erweiterungen. Bei Baukästen die Monatsgebühr, bei WordPress schnell mehrere kostenpflichtige Plugins, die einzeln klein wirken und in Summe nicht mehr.
  • Wartung. Updates, Backups, Fehlerkontrolle. Passiert entweder durch dich oder durch jemanden, den du dafür bezahlst.
  • Sicherheit. Zertifikat, Überwachung, im Ernstfall die Bereinigung nach einem Angriff. Details dazu in Website-Sicherheit.
  • Inhalte. Texte, Bilder, Beiträge. Kostet dich Zeit oder Geld, je nachdem wer es macht.

Keiner dieser Posten verschwindet, wenn man ihn ignoriert. Er wird nur später teurer.

Die Rechnung, die kaum jemand macht

Nimm den Monatsbetrag, den ein Anbieter dir nennt, und multipliziere ihn mit 60. Das sind fünf Jahre, eine realistische Lebensdauer für eine Website.

Plötzlich sieht der Vergleich zwischen „günstig im Monat” und „einmalig etwas mehr” ganz anders aus. Genau diese Rechnung fehlt in fast jedem Baukasten-Vergleich, weil sie sich schlecht verkauft. Wie sich der Anschaffungspreis zusammensetzt, haben wir in Was kostet eine Website? auseinandergenommen.

Wo die Technikentscheidung auf den Preis durchschlägt

Der Unterschied zwischen vorgebauten und dynamischen Seiten ist keine Glaubensfrage, er landet direkt auf deiner Rechnung.

Ein System mit Datenbank braucht mehr Serverleistung, regelmäßige Updates und jemanden, der aufpasst. Eine vorgebaute Seite braucht wenig Technik und entsprechend wenig Betreuungsaufwand. Beim Baukasten zahlst du dagegen eine feste Miete, die unabhängig davon läuft, ob du die Seite anfasst oder nicht.

Dazu kommt ein Effekt, den man erst spät merkt: Eine langsame Seite kostet dich Besucher, und zwar jeden Monat still und leise. Das taucht auf keiner Rechnung auf, wirkt sich aber auf den Umsatz aus. Warum Tempo so viel ausmacht, steht in Wie schnell muss eine Website sein?

Vorsicht bei „monatlich, alles inklusive”

Eine monatliche Gebühr an sich ist völlig normal. Hosting, Zertifikate und Wartung laufen ja tatsächlich weiter, deswegen arbeitet praktisch jede Agentur mit einer Pauschale.

Der Unterschied steckt darin, was sie abdeckt. Weit verbreitet ist das Modell, bei dem die Pauschale nur die technische Grundversorgung meint. Jede inhaltliche Änderung wird zusätzlich abgerechnet, meist nach Stundensatz und gern mit einer angefangenen Viertelstunde als kleinster Einheit. Zwei neue Sätze auf der Startseite werden so zum Vorgang mit Rechnung.

Wir machen das anders. Die laufende Pflege und die üblichen kleinen Änderungen sind bei uns Teil der Betreuung, weil wir uns um die Technik deiner Seite ohnehin laufend kümmern. Erst wenn wirklich etwas Neues dazukommt, eine weitere Seite oder eine Funktion, die es bisher nicht gibt, sprechen wir vorher darüber und du bekommst ein eigenes Angebot.

Drei Fragen, die du jedem Anbieter vor der Unterschrift stellen solltest:

  1. Was genau ist in der Monatspauschale enthalten, und was kostet extra?
  2. Was passiert, wenn ich im Februar zwei Sätze geändert haben möchte?
  3. Wem gehören Domain, Inhalte und Design, wenn wir uns trennen?

Die Posten, die auf keiner Rechnung stehen

Zwei Kostenblöcke tauchen in keinem Angebot auf und sind trotzdem echt.

Der eine ist deine Zeit. Jeder Abend, an dem du selbst am Baukasten sitzt, fehlt dir woanders. Rechne ihn ruhig mit deinem eigenen Stundensatz, dann wird das Bild ehrlicher.

Der andere ist das Risiko. Eine Seite, die nach einem Angriff offline ist, kostet Anfragen und Vertrauen. Backups und Updates wirken wie unnötige Ausgaben, solange nichts passiert. Sie sind eine Versicherung, und über eine Versicherung ärgert man sich nur, solange man sie nicht braucht. Warum das laufende Aufgaben sind, steht in Website-Pflege.

So vergleichst du zwei Angebote fair

Leg beide auf fünf Jahre um, rechne die Monatsbeträge dazu und schreib daneben, was jeweils enthalten ist. Prüf dann, was passiert, wenn du wechseln willst. Kannst du Domain und Inhalte mitnehmen, oder fängst du woanders bei null an?

Wenn beim Vergleich Fragen offen bleiben, frag nach. Ein Anbieter, der auf die drei Fragen oben keine klare Antwort gibt, gibt sie dir später auch nicht.

Du willst wissen, was deine Website bei uns auf Dauer kostet? Auf der Seite Preise steht es offen, inklusive der monatlichen Betreuung. Und wenn du dein aktuelles Angebot von jemand anderem einfach mal gegengeprüft haben möchtest: schick es uns, wir sagen dir unverbindlich, was uns daran auffällt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website monatlich?

Das hängt davon ab, was drinsteckt. Domain und Hosting sind der kleinere Teil, den größeren machen Wartung, Sicherheit und Betreuung aus. Unsere Pakete und die zubuchbare Erfolgs-Betreuung findest du auf der Preisseite.

Kann ich Domain und Hosting selbst übernehmen?

Kannst du. Die Domain kann ohnehin bei dir bleiben, dann zeigt nur ein Eintrag auf unseren Server. Das Hosting selbst zu übernehmen spart dagegen wenig, weil es selten der teure Posten ist. Dafür trägst du die Verantwortung, wenn etwas ausfällt oder ein Zertifikat abläuft.

Was passiert, wenn ich die monatliche Gebühr kündige?

Bei uns gehören Domain und Inhalte dir, und nach der Garantiezeit gehen auch die vollen Nutzungsrechte an der Website auf dich über. Umziehen kann sie also. Wichtig ist, dass das im Vertrag steht. Bei Baukasten-Anbietern liegt die Seite im geschlossenen System, dort endet mit der Kündigung meist auch die Website.

Sind Updates wirklich jeden Monat nötig?

Bei Systemen mit Datenbank und Erweiterungen ja, dort erscheinen laufend Sicherheitsupdates. Eine vorgebaute Seite ohne diese Technik braucht deutlich seltener Eingriffe, ganz ohne Kontrolle geht es aber auch da nicht.

Brauchst du Hilfe bei deinem Webauftritt?

Wir beraten dich ehrlich und unverbindlich. Bei Bedarf setzen wir es direkt um.